Freitag, 24. Juli 2009

Die offizielle Vereinshymnen Bundesliga Abschlusstabelle - Teil III

Na? Auch schon so aufgeregt? Nur noch sechs Teilnehmer bei der offiziellen Vereinshymnen Bundesliga Abschlußtabelle, bald werden wir wissen, wer Meister ist. Juchu.

Hier gibts Teil I (inklusive der Erklärung der Kriterien) und hier Teil II.

Ich jedenfalls freu mich. Auf die Zeit, in der ich mich nicht mehr dabei ertappe, daß ich zum Beispiel auf dem Fahrrad sitze und ohne Sinn und Verstand "Stern des Südens" vor mich hinsinge oder mich zu Unzeiten Frankfurter Schunkellust überkommt.

Und jetzt - Trommelwirbel, Vorhang auf, Licht aus, Spot an. The final six.


6. Eintracht Frankfurt - Im Herzen von Europa


Ich schunkel. Ich will das nicht. Muss ich aber. Und wenn ich es noch zweimal höre, fange ich an mitzusingen. Nahezu A-Capella vorgetragen, nur mit höchst zurückhaltendem Klavier begleitet, in Musik, Arrangement und Text wunderbar altmodisch. Leider war es mir nicht möglich, herauszufinden, aus welchem Jahr dieses Stückchen Musik stammt. Der Interpret ist der Polizeichor Frankfurt. Hm. Das gibt Abzüge. Auch dafür, dass es sich hier offenbar nicht um eine offizielle Vereinshymne handelt. Dafür aber dann wieder: "Der Eine liebt sein Mädchen, und der Andre liebt den Sport". Wer braucht schon Frauen, wenn er einen Fußballverein hat? Und jetzt noch einmal hören, unterhaken und mitschunkeln.


5. Borussia Mönchengladbach - Elf vom Niederrhein


Meine Angst vor gut klingenden Hymnen der verhassten und nicht gemochten direkten Konkurrenz beschrieb ich ja schon bei Vizekusen. Und hier wirds eindeutig schwieriger. Das rockt. Im Sammelsurium der Hymnen klingt es geradezu dreckig und punkig. Der Refrain läßt sich bestimmt im sieges- oder alkoholtrunkenen Zustand wunderbar mitgrölen. Für Kölner gibts die viel hübschere Variante: "Ja, wir schmeissen Stein um Stein auf die Elf vom Niederrhein.." (Nein. Nicht wörtlich gemeint. Wirklich). Das alles gibt leider Punkte. Aber es gibt gottseidank auch Abzüge: Hymnisch mit Gänsehautfaktor ist da nichts. Musikalisch ist es ziemlich einfach. Und bitte schön - die Zeile "und fällt dann endlich mal ein Tor" - die aus der Zeile sprechende Verzweiflung finde ich als FC Fan zwar dufte, wäre ich aber Gladbacher käm ich mir da schon dämlich vor.


4. Hamburger SV - Hamburg meine Perle


Betrachten wir erstmal den Text. In Dortmund ist es doof, in Berlin auch, in Leverkusen (Allerdings!), Schalke, München, und so weiter auch. Liebe Hamburger, das ist nicht Euer Ernst, oder? Alles was Euch an tollem und erwähnenswertem zu Eurer Stadt und Euerm Verein einfällt, sind Abgesänge auf andere Städte und Vereine? Ist das nicht verdammt wenig? Also eigentlich fast gar nix? Und bitte, lieber Lotto King Karl - "Ob in Juve oder Rom".. Die Stadt heißt Turin, nicht Juve, verstehste?
Aber gut, jenseits dessen: Gemessen an anderen Hymneninterpreten ist der eigene Stadionsprecher als in dieser Funktion schon recht charmant. Und der Refrain weiß, überprüft auf Hymnen- und Mitsingcharakter, durchaus zu gefallen. Wenn nur der dämliche Text nicht wär, dann wär da durchaus mehr drin gewesen.


3. Hertha BSC - Nur nach Hause gehn wir nicht


Bei der Hertha ist das alles ein bißchen kompliziert. Es gibt eine alte Hymne (Blau Weiße Hertha), eine neue (Nur nach Hause gehen wir nicht) und eine ganz neue (Blau und Weiß), die von der Vereinsführung eingeführt wurde, den Gefangenenchor aus Nabucco verschandelt und die kein Mensch mitsingt. So sagt jedenfalls Enno von Welt-Hertha-Linke und der muß es wissen. Entscheiden wir uns als für den goldenen Mittelweg, in dem Falle Frank Zander, denn das verbindet jeder mit der alten Dame. Liebe Herthaner, ich hab das nie ganz verstanden: Nur nach Hause geht Ihr nicht? Wie muß ich mir das vorstellen? Das Spiel ist aus und Ihr bleibt noch 'n bisschen da? So für immer? Aber zugegeben, Sailing von Rod Stewart ist hymnisch, läßt sich wunderbar mitgröhlen und hat einen gewissen Gänsehautfaktor. Wenn nur nicht der dämliche Text wär. Und.. mal am Rande gefragt.. äh.. sind Hertha-Zuschauer nicht dafür bekannt, auch mal früher nach .. äh.. Hause zu gehen?


2. Werder Bremen - Lebenslang Grün-Weiss



Ich bin nicht sicher, ob dies eine spezielle oder die einzige Version ist, oder ob die Werderaner das Lied erst seit der im Stück besungenen Saison 03/04 trällern. Daß sie seitdem immer davon singen, daß sie Meister und Pokalsieger sind, find ich dann ja doch ein ewig vermessen. Aber die Bremer machen das ganz gut. Eine richtige Band (Ja, liebe Freunde aus Hannover, Wolfsburg und Konsorten, sowas gibts) spielt das Ding souverän runter ohne sich in musikalischen Eitelkeiten zu ergehen, gleiches gilt für den Gesang und der Refrain ist Fußballhymnenanschaungsmaterial. Es gibt mit Sicherheit abermillionen bessere Musikstücke, aber rein hymnentechnisch machen die Bremer einfach nichts verkehrt. Hymne wie es sein muß. Volle Punktzahl. Wenn auch die völlig falschen Vereinsfarben. Wer will schon ein Leben lang in so häßlichem Grün Weiß rumlaufen?


1. 1. FC Köln - Mer stonn zo Dir, FC Kölle


Was soll ich sagen? Ich war mindestens ebenso wie Ihr gespannt, wer denn da auf Platz Eins landen würde, und wie der FC abschneiden würde. Bis zum letzten Augenblick hab ich gezittert und gebangt - aber dann: Durchmarsch. Start-Ziel-Sieg. Ü-ber-rag-end! Der kölsche Dialekt gibt volle Punktzahl in Sachen Lokalkolorit, der Text transportiert worauf es bei einer Hymne ankommt (Mer jon met dir wenn et sin muß durch et Füer) und beinhaltet soviel Wahrheit (Üvverall jitt et Fans vom FC Kölle), das schottische Originallied eignet sich wunderbar um von vielen Kehlen laut gesungen zu werden. Klare Meisterhymne. Ganz objektiv. Ohne jede Vereinsbrille. Ehrlich. Ich schwöre. Oder so. Ich hör sie mir gleich nochmal an.

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