Sonntag, 21. Februar 2010

Neuer Header: Ein Stück Geschichte

Wer dieses Blog schon ein paar Tage länger verfolgt, weiß, dass es mich hin und wieder in den Fingern juckt und ich mir einen neuen Header gönne. So auch heute.

Diesmal ganz in Schwarz-Weiß daherkommend, sehen wir hier die Rückseite einer Tribüne. Nicht irgendeiner Tribüne, auch wenn der dort spielende Verein nicht unbedingt europäischen Ruhm vorweisen kann. Germinal Beerschot heißt er und ist in Antwerpen zu Hause. Die Geschichte, warum ich da war und welches Spiel ich sah, als ich das Foto machte, erzählte ich schon mal.

Das Besondere an diesem Fußballstadion ist jedoch seine Geschichte: Zentraler Ort der Olympischen Spiele nämlich war es, 1920, als die Spiele in Antwerpen zu Gast waren. Ein paar Bilder davon findet man hier. Mehr (und aussagekräftigere) Bilder vom heutigen Stadion - das nicht mehr viel Ähnlichkeiten mit dem Olypiastadion von einst hat - gibt es bei Stadionwelt.

Und der Blick lohnt, schon aus historischen Gründen: Die Stadt Antwerpen hat beschloßen, ein neues Stadion zu bauen, für Germinal Beerschot und den jetzigen Zweitligisten FC Antwerpen, dem ältesten Verein Belgiens - und auch für die belgisch-holländische Doppelbewerbungen für die Weltmeisterschaften 2018 / 2022.

Das "Olympisch Stadion" in Antwerpen wird dann wohl keine Funktion mehr haben. Das Ende einer geschichtsträchtigen Sportstätte.

Zurück in die Zukunft

Es mag befremdlich klingen für Menschen, die das gestrige 1:5 Heimdebakel des FC gegen den VfB Stuttgart nicht gesehen haben, oder nicht in der Lage sind, das Gesehene mit der bisherigen Saisonleistung zu vergleichen, aber: So schlecht war das gar nicht.

Nach 38 Minuten stand es 3:0 für die Stuttgarter, das Spiel war eigentlich gelaufen. Eigentlich deshalb, weil es dann doch nicht so war. Bis zum, dann endgültig spielentscheidenden, vierten Treffer des VfB schien der FC drauf und dran, das kleine Wunder aus dem Spiel gegen den HSV zu wiederholen, jedenfalls machten Engagement und spielerische Leistung die Hoffnung darauf. Dass dem dann nicht so war, lag an verschiedenen Faktoren: Auch wenn das Offensivspiel insgesamt deutlich verbessert ist (im Vergleich zur Hinrunde), ist es, noch lange nicht zwingend genug. Jens Lehmann im Stuttgarter Tor spielte eine große Partie und vereitelte manche Chance. Und zu guter schlechter Letzt: Die Abwehrleistungen des FC sind katastrophal.

Du kannst ein Spiel nicht gewinnen, wenn jeder Angriff des Gegners ein Tor ist, sagte Lukas Podolski nach dem Spiel sinngemäß und leider hat er Recht. Offenbar ist die Mannschaft nicht in der Lage, ein einigermaßen akzeptables Offensivspiel aufzuziehen und den Laden hinten dicht zu machen.
Um den Unterschied zur Hinrunde zu dokumentieren, reicht ein Blick auf das Gegentorkonto: Nach 17 Hinrundenspielen 15 Gegentore. Nach 6 Rückrundenspielen 16 Gegentore.

Das hat nicht nur mit der stärkeren Konzentration auf die Offensive (immerhin wurden auch schon mehr Tore erzielt als in der gesamten Hinrunde) zu tun, sondern auch mit einer kollektiven Formschwäche des Abwehrverbundes. Geromel ist derzeit nicht in der fantastischen Form seiner bisherigen Zeit beim FC, Kapitän "Jupp" Mohamad leistet sich auch manchen Klops, so zum Beispiel beim 0:2 gegen Schalke am vergangenen Spieltag, Miso Brecko war gestern an mindestens einem Gegentor schuld ebenso wie Faryd Mondragon das fünfte Tor halten hätte müssen. Es scheint so zu sein, daß die individuellen Fähigkeiten nicht ausreichen, das eigene Tor erfolgreich zu verteidigen, wenn nicht die gesamte Mannschaft dies als ihre vorrangige Aufgabe sieht.

Und auch, wenn man in Betracht zieht, daß der VfB Stuttgart ganz offensichtlich die Hinrundenschwäche überwunden hat und wieder zu den Topmannschaften der Liga gezählt werden muß, also zu jenen Mannschaften gehört, mit denen sich der FC weder messen kann noch messen muß - die Konsequenz aus der Tracht Prügel, die der FC gestern bekommen hat, muß wohl lauten: Zurück zum Fußballverhinderungsstil der Hinrunde. Jedenfalls in den beiden kommenden Spielen, in denen Vizekusen und Bayern München warten.

Auch wenn es natürlich zu schön wäre, mit einem Sieg am kommenden Samstag dafür zu sorgen, daß Vizekusen auch Vizekusen bleibt.

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