Freitag, 6. Mai 2011

All Eyes On: Simon Terodde

Glaubt man den Gerüchtekücheninsassen, so wird Simon Terodde nach Michael Parensen der zweite Spieler, der vom ersten Herzverein des Blogautors zum zweiten wechselt. Zwar nur auf Leihbasis, in Anbetracht der Köpenicker Finanzverhältnisse scheint dies allerdings grundsätzlich ein guter Weg zu sein.

Das Problem für mich ist an dieser Stelle: Hier könnte der Artikel auch schon wieder zu Ende sein. Ich kann nämlich nicht viel aus erster Hand zu Terodde sagen. Bekannt für den interessierten Unioner dürften mittlerweile die Fakten sein: 23, Stürmer, spielt in der Regel in der 2. Mannschaft des FC, also in der vierten Liga. 5 Einsätze in dieser Saison hat er bislang in der 1. Mannschaft - und damit in der Bundesliga - vorzuweisen. Die allerdings sind wenig ausssagekräftig: Der längste Einsatz dauerte 9 Minuten. Einwechselspieler, wenn überhaupt. Allerdings dürfte auch dem geneigten Berliner bekannt sein, dass der Sturm des FC mit den Namen Novakovic und Podolski nicht nur prominent, sondern auch erstklassig besetzt ist, dass da für einen Mann aus der 2. Reihe nicht viel Einsatzzeiten zu holen gab, dürfte klar sein. Immerhin: Unter Frank Schaefer wurde Terodde quasi Stürmer Nummer 3 - noch vor Alexandru Ionita, den im vergangenen Sommer für 1,5 Millionen Euro transferierten Jungstürmer aus Rumänien.

90 Minuten spielen sehen hab ich ihn nur im Pokalspiel gegen den MSV Duisburg, ein Spiel, an das ich mich gar nicht erinnern mag. Das allerdings lag nicht an Terodde, sondern an der gesamten Mannschaft. In Halbzeit Eins passte sich der Stürmer dem allgemeinen Niveau an und fiel negativ auf, viele Bälle versprungen und wenig brauchbares geschah, dies allerdings änderte sich zum Ende der Partie, Terodde wurde mehr und mehr zum Aktivposten, dass er das einzige Tor - und sein einziges für die erste Mannschaft überhaupt - an jenem verfluchten Dezemberabend schoß, passte.

Terodde ist Strafraumstürmer, Stoßstürmer wie das so schön heißt, dabei trotz seiner Körpergröße von 1,92 eher Wühler als Kopfballungeheuer, was für mich ein kleines Fragezeichen entstehen läßt ob seiner Brauchbarkeit für die Eisernen: Da lautet nämlich der Name des kopfballstärksten Stürmers Karim Benyamina und der verlässt ja bekanntermaßen den Verein, während Halil Safran, ein Wühler vor dem Herrn, bleibt.

Was allerdings die Grundvoraussetzung um in Köpenick anerkannt zu werden angeht, nämlich die Bereitschaft des Spielers, im Notfall auch über die eigenen körperlichen Grenzen hinweg den Kampf aufzunehmen, sehe ich Terodde bestens vorbereitet: Kürzlich zog er sich in einem Spiel für die U23 des FC in der zehnten Minute einen Bänderriss zu: "Ich hatte schon ein bisschen Schmerzen. Aber in der Halbzeit haben wir gekühlt und es ging anschließend." Gespielt hat er 90 Minuten. That's the Spirit.

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