bunki (Gast) - 25. Aug, 14:03

Rettet den Boulevard?

Auf einem Feldzug? Ne. Zumindest nicht, was Boulevard angeht. Aber diese immer wieder gerne offensiv zur Schau getragene Besser sein, dieses stete Journalisten-Bashing geht mir ein klein wenig gegen den Strich. Gerne macht man sich über die dummen, naiven und manchmal anbiedernden Fragen lustig, während man im Netz viel pointierter, schärfer und natürlich witziger fomruliert. (oft genug auch noch mit zeitlichem Abstand). Dabei übersieht man aber oft, dass wir aus der bloggenden Gemeinde dem Gesprächspartern nicht unmittelbar gegenüberstehen und ihm auch nicht ein, zwei, drei Tage später schon wieder Aug in Aug haben. Aus der Deckung einer sicheren Brustwehr heraus ist leicht angreifen.

Dein schöner Satz "Wer xyz kennt" ist so ein kleines bisschen dahin gehend. Genauso wie der klassischen Trainersatz "Wer schon einmal Fußball gespielt hat", mit dem der lästige Gesprächs-Partner als unkundig und unwissend ob seiner unbotmäßigen Fragestellung pauschal abqualifiziert und in seine Scharen verwiesen wird. (Anmerkung noch dazu: Einer Lierhaus und ihren Mitstreiterinnen gegenüber würde sich kein Trainer der Welt so etwa erlauben) Man könnte drauf antworten: Wer schon einmal über Fußball geschrieben hat. Was ich übrigens UnsNeuhaus gerade jüngst mal angeboten hab. Er lehnte dankend ab. Beweis siehe hier: //www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0824/sport/0024/index.html

In der akuten Union-ISP-Auseinandersetzung hat man/ich auch wieder einstecken dürfen, weil man dass Thema nach der Erstveröffentlichung in SpOn seinem Blatt entsprechend aufgemacht hat. Von Hetze bis "Du hast mir schlaflose Nächte bereitet" kamen das die Kommentare. Nicht nach denjenigem wurde gefragt, der das Union erst einmal eingebrockt hatte.

Bin halt manchmal darüber angepisst. Und dann reagiert man überempfindlich. Nichts für ungut.

spielbeobachter - 26. Aug, 12:52

Kein Problem,

in diesem meinem Blog darf man auch mal überempfindlich reagieren, ich mach das auch dauernd.

Kritisieren darf man mich auch. Und ich gebe gerne zu, daß ich sicher auch nicht frei bin vom Reflex, Journalisten aller Medien schnell mal eins vors Schienbein zu treten.

Hier aber, so finde ich, ist dieser Tritt wirklich angebacht. Die Vorgeschichte (also der Grund für Mondragons Rede) und ganz besonders der mediale Umgang damit ist meines Erachtens zweifelsfrei kritikwürdig.

Mag gut sein, daß der Satz "Wer XY kennt" phrasenschweinverdächtig ist, auch da darf man mich gerne belehren. Aber auch hier muß ich auf die Sachlage verweisen: Vom Fußball, den Soldo spielen lassen will, weiß man noch sehr wenig. Erster Satz des Trainers, gefragt nach seinem Arbeitsstil und seinen fußballerischen Zielen, aber war: "Bin ich Arbeiter, lege sehr viel Wert auf Disziplin." Und das hat er seitdem oft wiederholt. Das kann man wissen. Als Kölner Journalist muß man das wissen.

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